22. Juni – Kinvara – Cashel

Wir verlassen Kinvara und fahren auf der N67 ein Stück weiter Richtung Westen.
Und dann… biegen wir ab und fahren Richtung Südosten in den Burren. Die Cliffs of Moher lassen wir rechts liegen; wir haben bereits fantastische Klippen gesehen, und der zu erwartende Touristenrummel schreckt uns ab.

Der Burren – eine zerklüftete, hügelige Karstlandschaft. Am Poulnabrone-Dolmen machen wir kurz Halt. Ein Mann aus Doolin spricht uns an; er scheint sehr interessiert, fragt nach unserer nächsten Station, und ob wir alle unsere Sachen auf dem Bike hätten. Und ich denke mir: Oh, oh, das ist der Chef einer Bande von Motorraddieben. Dementsprechend kurz angebunden sind wir beide. Natürlich sehen wir ihn nie wieder.

Allein, allein, allein, allein,... lalalalala

Allein, allein, allein, allein,… lalalalala

Faszinierend ist er schon, irgendwie, der Poulnabrone-Dolmen

Faszinierend ist er schon, irgendwie, der Poulnabrone-Dolmen

Die Fahrt durch den Burren dauert nicht so lange, und nachdem wir immer weiter vom Meer weg kommen, wird die Landschaft „gewöhnlicher“. Sie gleicht nun sehr den ländlichen Gegenden, die wir aus Bayern gewohnt sind.

Wir kommen sehr früh, schon um 15:30 Uhr, in Cashel an. Unser B&B liegt in unmittelbarer Nähe des Rock. Wir werden freundlich begrüßt und können das Bike in die umzäunte Einfahrt stellen. Das Haus selbst wirkt jedoch schmuddelig, und, ungewöhnlich für Irland: es gibt kein Set für Kaffee und Tee auf dem Zimmer. Unten im Wohnzimmer dürfen wir eine Kaffeemaschine nutzen, doch das bisschen Kaffee, das hier noch übrig ist, wirkt fast lebendig.
Wir machen uns auf den Weg. Es sind nur 10 Minuten, dann stehen wir am Eingang des Rock.

Der Rock of Cashel - hier die Kathedrale

Der Rock of Cashel – die Kathedrale

Ein Teil der Kathedrale ist eingerüstet. Wir schlendern durch die Ruinen, und jeder erkundet für sich das Gelände. Auch diese Anlage ist stark verfallen. Irgendwie hatte ich mir mehr erwartet – das alles ist zwar interessant, wirkt aber enttäuschend unspektakulär. Am ehesten interessieren mich noch die vielen alten Grabsteine, und ich versuche, die Inschriften zu entziffern. Einige privilegierte Familien dürfen bis heute ihre Verstorbenen auf dem Gelände begraben.

Ohne Dach, dank Heinrich mit der Ach(t) ;-)

Ohne Dach, dank Heinrich mit der Ach(t) 😉

Der 28 Meter hohe Rundturm

Der 28 Meter hohe Rundturm

Eines der pittoresken alten Grabkreuze, die ich so faszinierend finde

Eines der pittoresken alten Grabkreuze, die ich so faszinierend finde

Als wir den Rock verlassen, sehen wir einige Teenager, die sich am Hang ins Gras gelegt haben und die letzten Sonnenstrahlen genießen. Wir gehen weiter in die kleine Stadt. Auf der Suche nach dem Abendessen landen wir im Brian Boru. Das Essen ist gut, und mit der Rechnung erhalten wir ein Freiticket für den Rock. Zu spät.


Tagesetappe

177 km von Kinvara durch den Burren nach Cashel

Route

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